Code für fairen Informationsaustausch

Das Computerzeitalter hat nicht nur positive Seiten. Viele haben befürchtet, dass es zu kriminellen Akten oder anderen unsicheren Nutzungen missbraucht werden könnte. Und genau das ist passiert. Seit der Geburt des Computers und den enormen Entwicklungen der Technologien haben viele ebendiese negativ genutzt. Es gibt verschiedene soziale und ethische Konsequenzen der Computer-Technologien, beispielsweise Katastrophen durch Systemausfall, der Missbrauch der persönlichen Privatsphäre und weitere viel diskutierte Ereignisse.

Computer Ethiken beschäftigen sich mit diesen und vielen weiteren Fragen. Es ist ein ganz neues Gebiet, das in den 1970er Jahren das erste Mal diskutiert wurde. Die Computer Ethiken sollen helfen, diese Ära besser zu verstehen, mit ihr korrekt umzugehen und moralische Fragen zu klären. Es ist zum Beispiel ein weit verbreiteter, völlig falscher Glaube, dass man sich selber und andere Personen im Umgang mit dem eigenen Computer und den anderer nicht schädigen kann.
Nichts ist entfernter von der Wahrheit. Man ist für all seine Taten, auch im Computer, vor dem Gesetz verantwortlich. Die Realisation kann recht unerfreulich sein, besonders wenn derjenige auch vorher schon illegal aufgefallen ist und glaubt, durch den Computer sei es dann nicht sichtbar bzw. legal.

Die Privatsphäre ist ebenfalls ein ganz spezielles Thema in den Computer Ethiken. 1973 beispielsweise brachte das „ Advisory Committee to the Secretary of the Department of Health, Education and Welfare“ (Ratskomitee des Gesundheitsministeriums) in den USA einen so genannten Code of Fair Information Practices/Code für fairen Informationsaustausch für die amerikanischen Bürger heraus.

Der Code lautet:

1. Keine Systeme, die die persönlichen Daten festhalten und erlauben, sie der Öffentlichkeit vorzuenthalten.
2. Systeme, die persönliche Daten festhalten, müssen einen Weg haben, dass man jederzeit diese Daten einsehen kann, wenn es nötig ist.
3. Jeder muss die Möglichkeit haben, seine eigenen Daten in jedem Moment ändern zu können.
4. Jede Organisation, die persönliche Daten sammelt, ist dafür verantwortlich, dass diese vertraulich behandelt werden und kein Missbrauch mit ihnen getrieben werden kann.
5. Die Daten dürfen nicht geändert werden ohne eine ausdrückliche Erlaubnis der entsprechenden Person erhalten zu haben.